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UnterstützteKommuniaktion

Unterstützte Kommunikation (UK)

Gelingende Kommunikation ist nie ganz selbstverständlich. Erst recht nicht für Kinder und Jugendliche, die kaum oder womöglich gar nicht auf die Lautsprache sowie die üblichen Formen mimischen und gestischen Ausdrucks zurückgreifen können. Dass diese Schülerinnen und Schüler uns gleichwohl viel mitzuteilen haben, stellt sowohl die Grundannahme als auch die Motivationsquelle für unsere Arbeit im Bereich der Unterstützen Kommunikation (UK) dar. Im Sinne eines multimodalen Kommunikationssystems erscheint es uns darum überaus wichtig, alle nur denkbaren Ausdrucksmöglichkeiten eines Menschen sowohl pädagogisch als auch therapeutisch zu berücksichtigen und individuell nutzbar zu machen, wie etwa:

  • Blick- und Zeigebewegungen,
  • mimische und gestische Ausdrucksweisen,
  • Körperhaltungen und -bewegungen,
  • laut- und schriftsprachliche Äußerungen,
  • Gebärden und weitere Zeichensysteme,
  • elektronische sowie nicht-elektronische Hilfsmittel.

Der Aufbau einer dadurch unterstützten und stetig weiter zu unterstützenden Kommunikation (UK) ist dabei das zentrale Anliegen all unseres Bemühens und kritischen Hinterfragens, und zwar

  • im alltäglichen Unterricht,
  • in wöchentlichen Einzelfördersituationen,
  • in einer verbindlich vereinbarten, halbjährlich stattfindenden Reflexionsrunde für jedes Klassenteam, an der interdisziplinär meist weitere Beteiligte teilnehmen und zwar je nach Bedarf aus dem ´Logopädie-´ und/oder dem ´Ergotherapie- und/oder dem ´Physiotherapie-´ und/oder dem ´Förder-´ sowie evtl. auch dem ´Autismus-Team´,
  • im verpflichtenden Angebot einer Fortbildung für all unsere BUFDIs und FSJLerinnen einmal im Jahr.

mit dem Ziel eines möglichst hohen Maßes an Partizipation.

Der diesbezüglich fortwährende, allwöchentliche Austausch bei uns im UK-Team wird durch dessen interdisziplinäre Zusammensetzung begünstigt: zwei Sonderschullehrerinnen sowie zwei Ergotherapeutinnen arbeiten hier eng zusammen.

Dies scheint auch notwendig angesichts der Dynamik technischer Innovationen, der wir uns zunehmend zu stellen haben. So haben wir uns in den letzten Jahren immer mehr mit hochkomplexen Talkern auseinandersetzen müssen, die mittels einer sog. ´Augensteuerung´ bedienbar sind. Dank software-inhärenter Bildschirm-Tastaturen und Mouse-Funktionen können wir damit auch unseren höchst umfänglich bewegungs- wie auch kommunikationsbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern neue Wege im Bereich der Sprach- und Sprechentwicklung und damit letztlich der gesellschaftlichen Teilhabe eröffnen.

Mit welchen weiteren Hilfsmöglichkeiten, sog. ´Assistiven Technologien´ (AT) – wie etwa DiktierPogrammen oder auch speziellen Tastaturen, Joyce-Stick-Varianten, inklusive entsprechender Halterungsmöglichkeiten –, sich die Talker- und/oder Computer-Nutzung sowie Umfeldansteuerung für unsere UK-Schülerinnen und -schüler ´hardwaremäßig´ ermöglichen bzw. erleichtern lässt, ist dabei eine weitere wichtige Fragestellung unserer UK-Arbeit.

Damit einhergehend stellt sich natürlich immer auch die Frage nach der Relevanz möglicher Lernprogramme, wie etwa des Proramms ´Multitext´. Dieses Programm kann unseren Talker-Schülerinnen und -Schülern neue Möglichkeiten eröffnen im Bereich des Schreibens, Rechnens und Malens. Die Teilnahme am Klassenunterricht wird ihnen dadurch – allen Herausforderungen im Umgang mit speziellen Bildschirm-Tastaturen und Mousefunktionen zum Trotz – in besonderer Weise ermöglicht, weil Unterrichtsmaterialien, wie etwa Arbeitsblätter, in Multitext mit Hilfe des Talkers und eben auch einer möglichen Augensteuerung bearbeitet bzw. ausgefüllt werden können.

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Page last modified on March 01, 2018, at 03:42 PM