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UnserStufenkonzept

Unsere Stufenkonzepte

Unsere Schülerschaft ist sehr heterogen und deshalb erfordert unser sonderpädagogischer Unterricht eine Förderstruktur, die beim einzelnen Schüler bzw. Schülerin ansetzt, deren Persönlichkeit entwickelt und den Schülern und Schülerinnen die unterschiedlichen Bildungsabschlüsse ermöglicht.

Da die Entwicklungsverläufe jedes Schülers und jeder Schülerin sehr unterschiedlich verlaufen, ist unser Bildungssystem sehr durchlässig. Jederzeit sind Wechsel zwischen den unterschiedlichen Bildungsgängen möglich.

Das hat Auswirkungen:

  • auf unsere intensive Zusammenarbeit (interdisziplinäre Teamarbeit)
  • auf unseren Austausch (Beratung)
  • auf die individuelle Förderplananalyse

Nachfolgend werden die einzelnen Stufen vorgestellt:

Primarstufe: mit flexibler Schuleingangsphase

Alle Schulanfänger, die in unsere Schule aufgenommen werden, starten in Klasse FE 1 (flexible Eingangsphase Klasse 1).

Die Zeit bis ca. zu den Herbstferien dient zunächst schwerpunktmäßig dem Feststellen der individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler und Schülerinnen. Denn so unterschiedlich wie die körperlichen Beeinträchtigungen sind, sind meistens auch die damit verbundenen Begleiterscheinungen im Bereich der sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung. Häufig fehlen wichtige Voraussetzungen für die Auseinandersetzung mit den Inhalten des Anfangsunterrichts, wie z. B. räumliche und zeitliche Orientierung, ein angemessenes Gruppenverhalten, eine gute Integration aller Wahrnehmungsleistungen, eine ausreichende Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer sowie vieles mehr. Sind die beschriebenen wichtigen Voraussetzungen für die Auseinandersetzung mit schulischen Lernstoffen gelegt, treten die klassischen schulischen Inhalte schon bald - je nach individuellem Entwicklungs- und Leistungsstand - immer mehr in den Vordergrund.

Im 3. Schulbesuchsjahr wird zum ersten Mal der Bildungsgang für den einzelnen Schüler bzw. Schülerin festgelegt (ausgenommen Bildungsgang Geistige Entwicklung). Bildungsgang - genau wie der individuelle Förderbedarf - werden bis zum Ende der Schulzeit jährlich erneut überprüft.

Die Viktor-Frankl-Schule bietet die Vermittlung von Lerninhalten nach den Richtlinien der allgemeinen Schule, der Schule für Lernen und ggf. für geistige Entwicklung. Die Schüler und Schülerinnen verbleiben 4 – 5 Schulbesuchsjahre in der Primarstufe, abhängig vom Bildungsgang und Ausnutzung der flexiblen Schuleingangsphase. Weitestgehend findet eine Beschulung im ursprünglichen Klassenverband statt. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der jeweiligen Parallelklasse, um Lernpartner anbieten zu können.

Ein zielorientiertes Lernen ist nur möglich auf der Basis einer ständigen sorgfältigen Erhebung des individuellen Entwicklungsstandes. Ziel ist es Aufgabenstellungen aufzuspüren, mit denen – ausgehend von den beschriebenen Lernvoraussetzungen – Lernen stattfinden kann. Der konkrete Umgang mit Problemen, die für die Kinder bedeutsam sind, steht im Mittelpunkt des unterrichtlichen Interesses. Der Entwicklungsstand der Kinder führt häufig zu spielerischen Formen des Unterrichts. Im Umgang mit konstruktivem Material (Bauklötze etc.) wird zum Beispiel nicht nur der Spiellust der Kinder nachgekommen, vielmehr werden:

  • (fein-)motorische Fähigkeiten trainiert
  • Farb- und Formwahrnehmung, Auge – Hand – Koordination, die Orientierung im Raum und viele andere Wahrnehmungsleistungen gefördert
  • soziale Kompetenzen erweitert
  • sensorische Integrationsleistungen verbessert usw.

Auch beim Einstieg in die „eigentlichen“ Lerninhalte, wie z. B. die Kulturtechniken, dürfen diese Aspekte nicht vernachlässigt werden. Ein langsames, gründliches Vorgehen und ein ganzheitliches Förderkonzept schaffen gute Voraussetzungen für die gesamte schulische Laufbahn der Kinder.

Lernbereiche

  • individuelle Förderung in den Bereichen Sensorik, Motorik, Lern- und Arbeitsverhalten, Motivation zur Schaffung von Lernvoraussetzungen, die ein ziel- und leistungsorientiertes Lernen ermöglichen
  • Orientierung an den Richtlinien der Grundschule, der Förderschwerpunkte Lernen und geistige Entwicklung.

Lernorganisation

  • Innere Differenzierung
    Innerhalb der einzelnen Klassen wird nach individuellen Förderplänen gearbeitet, die den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder berücksichtigen.
    Als Sozial- und Unterrichtsformen tragen Einzel- und Kleingruppenförderung, Freiarbeit, Wochenplanarbeit, handlungs- und projektorientiertes Lernen usw. zur inneren Differenzierung bei.
  • Ganzheitlichkeit
    Unterricht und Therapie sowie außerunterrichtliche Maßnahmen (Klassenfahrten, Projekte usw.) sind gleichwertige Lern- und Fördermaßnahmen.
    Im Sinne einer Orientierung am Kind müssen Einzelfallentscheidungen immer möglich sein (z. B. Klassenwechsel, Wechsel der Schulform). Dies erfordert eine enge Kooperation aller Beteiligten sowie ein hohes Maß an Transparenz und Durchlässigkeit.
    Derzeit stehen Überlegungen an, den Primarbereich unserer Schule in Form von jahrgangsgemischten Klassen umzustrukturieren, um den individuellen Bedürfnissen unserer Schüler und Schülerinnen besser gerecht werden zu können.

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Sekundarstufe I

Prinzipiell ist festzuhalten, dass alle pädagogischen Schwerpunktthemen der Primarstufe in der Sekundarstufe fortgeführt werden. Wie der Übersicht der Schullaufbahn zu entnehmen ist, gliedert sich die Sek I der Viktor Frankl Schule in zwei Stufen:

  • Orientierungsstufe, mit den Klassen 5 – 7 und
  • Abschluss-Stufe, mit den Klassen 8-10

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Orientierungsstufe

Nach erfolgreichem Abschluss der Primarstufe können die Schülerinnen und Schüler die Orientierungsstufe absolvieren

  • in Hauptschulklassen, die z.T. auch von SuS mit dem Förderschwerpunkt Lernen besucht werden und
  • in „dualen“ Klassen, in denen sich der Unterricht nach dem Förderschwerpunkt Lernen und dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung richtet.


Für beide Klassentypen gilt

  • für „Quereinsteiger aus dem GU“ Orientierung über den individuellen Lern- und Leistungsstand im Rahmen von Unterricht an einer Förderschule zu geben
  • für alle SuS Raum für Orientierung zu schaffen, welcher Abschluss mit Übertritt in die nächste Stufe angestrebt werden soll
  • und Orientierung zu geben, welche individuellen Schwerpunkte in Bezug auf die Selbständigkeitsentwicklung gesetzt werden können und müssen.

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Hauptschulklassen

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich nicht nur auf die Orientierungsstufe, sondern auf die gesamte Laufbahn in der Sek I.

In den Hauptschulklassen werden in der Regel Schüler beschult, die voraussichtlich den Hauptschulabschluss der Sek. I (10 A) oder die Oberschulreife (10 B) erreichen werden. Der enge Kontakt und rege Austausch mit den abschlussoriertierten Förderschwerpunktklassen für Lernen erlaubt gegebenenfalls einen leichten Wechsel zwischen beiden Bereichen, auch für Probephasen.

Behinderungsverarbeitung und Verständnis für die Behinderung (und möglichen, problematischen Auswirkungen) finden in vielen Gesprächen aus aktuellen Anlässen bzw. in Klassenratsstunden statt.
Bei Teilleistungsschwächen und Fehlen durch längere Krankenhausaufenthalte werden Förderstunden und / oder externe Hilfe als stützende Maßnahmen organisiert.
Fein- und grobmotorischen Beeinträchtigungen, Verhaltens- und Konzentrationsproblemen können in kleineren Lerngruppen mit Differenzierung, Elternberatung und Schüler-Gesprächen (Verträgen) gut entgegengewirkt werden.

Zusammengefasst vermittelt der Förderort unserer Hauptschulabteilung Schülerinnen und Schülern unter Berücksichtigung behinderungsbedingter Einschränkungen die Ziele und Inhalte der Hauptschule. In den Hauptschulklassen findet Unterricht im Umfang, Fächerkanon und Inhalt wie in den allgemeinen Schulen statt.

Zu den sonderpädagogischen Aufgaben gehören konkret:

  • handlungsorientiertes Lernen als durchgängiges Unterrichtsprinzip
  • Aufarbeitung von Erfahrungslücken und Mängeln in den Kulturtechniken, d. h. Berücksichtigung des individuellen Lernstatus
  • behinderungsspezifische Anleitung im Umgang mit Arbeitsmaterialien
  • Selbständigkeitstraining
  • Aufbau des Selbstwertgefühls, Schaffung von Möglichkeiten für Erfolgserlebnisse
  • Einüben eines realitätsangepassten Verhaltens gegenüber Personen und Situationen (Annahme und Verarbeitung der Behinderung)
  • Unterstützung der emotionalen und sozialen Entwicklung
  • Vermittlung von fundiertem Allgemeinwissen
  • Vorbereitung auf die nachschulische Situation durch mehrere Praktika und intensive Begleitung

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Unterricht in „dualen“, d.h. bildungsgangheterogenen Klassen mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Geistige Entwicklung

Organisation des Unterrichts
In einer bildungsgangheterogenen Klasse werden Schülerinnen und Schüler der beiden oben genannten Gruppen gemeinsam unterrichtet. Der Anteil der schwerstbehinderten Schüler muss dabei deutlich geringer sein als der der leistungsstärkeren, damit ein lebendiger, kommunikativer Unterricht möglich ist, in dem auch die Schüler sich gegenseitig Impulse geben können.

Entsprechend der Richtlinien der beiden Bildungsgänge werden die SuS individuell in den Kulturtechniken gefördert; der Fächerkanon richtet sich in der Regel nach dem Fächerkanon der Hauptschule, die Inhalte werden aber den individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst.
Als besonderen Arbeitsschwerpunkt hat sich die Orientierungsstufe die Arbeit an der Selbst-ändigkeitsentwicklung gesetzt.

Lernbereiche

  • Kulturtechniken in Anlehnung an die Richtlinien der Förderschule für Lernen/Hauptschule
  • lebenspraktisches Lernen in Anlehnung an die Richtlinien der Förderschule für geistige Entwicklung
  • basale Lernbereiche in Anlehnung an die Richtlinien zur Förderung Schwerstbehinderter

Der Unterricht findet handlungsorientiert, meist im Rahmen von Projekten statt, in der Regel unter gemeinsamer Thematik für alle Lerngruppen. Kulturtechniken werden differenziert in Gruppen oder Einzelsituationen unterrichtet. Die schwerstbehinderten Schüler erhalten Einzelförderungen im basalen Bereich, z.T. werden sie in Kleingruppen durch das „Förderteam“.

Gemeinsam werden die Schüler schwerpunktmäßig in den Bereichen Kochen, Sachunter-richt, Kunst und Musik unterrichtet. Darüber hinaus geschieht soziales Lernen auch bei ge-meinsamen Aktivitäten wie Morgenkreis, gemeinsame Mahlzeiten, Feste u. ä. Dienste bilden feste Bestandteile des Unterrichts, da die Schülerschaft in besonderem Maße auf eine feste Strukturierung angewiesen ist.

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Abschluss-Stufe

Die vorrangigen Arbeitsschwerpunkte der Abschluss-Stufe sind

  • Vorbereitung auf möglichst adäquate Abschlüsse (10A und 10B)
  • „Übergang Schule Beruf“ (mit seinen vielfältigen Facetten)
  • Vorbereitung auf die nachschulische Situation, z.B.:
    • Vorbereitung auf die Werkstatt
    • Lebenspraktisches Training, Wohnräume, Mobilitätstraining etc.

Die Unterrichtsorganisation ist nach der Orientierungsstufe eher bildungsganghomogener, da sich in vielen pädagogischen Konferenzen herausgestellt hat, dass man so den Bedürfnissen der SuS besser gerecht werden kann, zur besseren Differenzierung findet der Englischunterricht ab Klasse 8 im Band statt.

Die Unterrichtsinhalte, die sich allerdings konkret auf Berufsvorbereitung und Vorbereitung der nachschulischen Situation beziehen, werden am Berufspraxistag in heterogenen Lern-verbänden, die sich jedes Halbjahr neu bilden, behandelt (siehe Ganzheitliche Förderung)

Der Übersicht der Schullaufbahn ist zu entnehmen ist, dass es eine Dreiteilung der Klassen entsprechend der Bildungsgänge gibt:

a. Hauptschulklassen (zu a. s.o.)
b. Klassen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
c. Praxisklassen

zu a. Hauptschulklassen
In den Hauptschulklassen werden die Schüler und Schülerinnen nach Möglichkeit zum Hauptschulabschluss der Sek. I (10 A) oder die Oberschulreife (10 B) geführt. In diesem Bereich nehmen alle Schüler und Schülerinnen an den ZAB Arbeiten teil.

zu b. Klassen mit dem Förderschwerpunkt Lernen
In den Klassen mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden Schüler unterrichtet, die voraussichtlich den Abschluss entsprechend der Richtlinien der Förderschule für Lernen erreichen können. Es können Ab-schlüsse nach Klasse 9 und Klasse 10 erreicht werden, wobei nach der Klasse 10 ein dem Hauptschul-abschluss (Klasse 9, ohne Englisch) entsprechender Abschluss möglich ist.

In den oberen L-Klassen wird gemäß den Richtlinien der Förderschule für Lernen abschlussorientiert gearbeitet. Innerhalb der Klassen gibt es, ausgerichtet an den individuellen Lernmöglichkeiten und Lern-voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, vor allem in den Hauptfächern Differenzierungsgruppen. Besonderes Gewicht wird im L-Bereich auf Veranschaulichung, Lernen in kleinen Schritten und eigen-verantwortliches Lernen gelegt.

In individueller Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern wird auf Förderschwerpunkte in den Bereichen Motorik, Wahrnehmung, Emotionalität, Sozialverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten, Kommunikation und Kognition eingegangen.

Die Lernmöglichkeiten eines Schülers und einer Schülerin können vom zunächst vermuteten Potential abweichen, so dass eine Korrektur des Bildungsweges sinnvoll werden kann. Für die Prognose muss bedacht werden, dass wegen der häufig vorliegenden zentralen Störung bzw. Schädigung Entwicklungsschritte nicht immer kontinuierlich verlaufen und Lernprozesse verzögert werden können.

zu c. Praxisklassen
Schüler, die einen Abschluss im Förderbereich geistige Entwicklung erreichen können, werden in den letzten drei Schuljahren in Praxisklassen gefördert.
Anstelle der Vermittlung von traditionellem Lernstoff treten in den Praxisklassen überwiegend lebenspraktische Übungen mit kulturtechnischem Bezug in den Vordergrund des Unterrichts.

Förderschwerpunkte für die Schüler und Schülerinnen der Praxisklassen

  • Förderung von Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit:
  • Interesse, Neugier, Übernahme von Verantwortung, Kommunikation, Eigeninitiative, Problemlösungsverhalten, Kreativität
  • Förderung von allgemeinen Qualifikationen für das Arbeitsleben:
  • Arbeitstempo, Antrieb, Durchhaltefähigkeit, Belastbarkeit
  • Förderung von Selbstwahrnehmung, emotionaler Selbststeuerung und Stabilisierung,
  • Wunsch- und Interessenentwicklung, Behinderungsverarbeitung, Durchsetzungsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Kritikfähigkeit

Primäre Zielvorstellungen der Praxisklassen

  • Lernbereiche sind hier selbstständige Lebensführung, Arbeitsleben, Freizeit und Kulturtechniken
  • Training spezifischer Tätigkeiten im häuslichen und beruflichen Bereich um mit den Anforderungen des täglichen Lebens konstruktiv umgehen zu können
  • Vorbereitung auf eine eigenständige oder weitgehend unabhängige Lebensführung.

Prinzipiell ist festzuhalten, dass alle pädagogischen Schwerpunktthemen der Primarstufe in der Sekun-darstufe fortgeführt werden. Wie der Übersicht der Schullaufbahn zu entnehmen ist, gliedert sich die Sek I der Viktor Frankl Schule in zwei Stufen:

  • Orientierungsstufe, mit den Klassen 5 – 7 und
  • Abschluss-Stufe, mit den Klassen 8-10

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