Recent Changes - Search:

Schulprogramm

Impressum

Inhalt bearbeiten

UmgangMitLebenSterbenUndTod

Umgang mit Leben, Sterben und Tod

Last minute - An die letzte Minute denken wir wenig. Sie ist uns fremd und unbekannt.
Last minute - Der Tod macht auch vor der Schule nicht Halt. „Plötzlich war der Platz neben mir leer ..................!“

In unserer Schulgemeinschaft leben Schüler und Schülerinnen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen und progredienten Behinderungen. Immer wieder stellt sich deshalb der Tod sowohl unerwartet plötzlich als auch nach einem langen, qualvollen Sterbeprozess ein.

Für uns Menschen bedeutet das, „Lebensbedrohung, Sterben und Tod“ auf angemessene Weise zu thematisieren, zu reflektieren und Formen zu finden,

  • wie wir beistehen können,
  • wie wir darüber sprechen können,
  • wie Unfassbares begreifbarer werden kann.

Der Tod eines Mitgliedes unserer Schulgemeinschaft löst sowohl bei Schülern als auch bei Erwachse-nen Betroffenheit – Sprachlosigkeit – Hilflosigkeit – Wut – Angst - Leid und Trauer aus. Dann ist es immer wichtig, den Verlust und das Leid zu benennen, und die entstandene Lücke zu be-schreiben. Ein weiteres Bedürfnis ist es, allen Nahestehenden darüber Mitteilung zu machen. Abschiednehmen und Erinnerung finden unterschiedliche Ausdrucksweisen. Sie müssen erlebt und ge-lebt werden können. Sie brauchen Symbole der Erinnerung und einen Ort der Besinnung, der Stille und des Innehaltens. Sie brauchen Raum und einen würdigen Platz in der Schule.

Die Pausenhalle unserer Schule ist ein Ort, in dem sich kommunikativ Schule ereignet. Deshalb haben wir gerade dort in Form eines Gedenk - Schau(en) – Kastens einen Platz eingerichtet, der vielfältige Formen von Abschiednehmen und Trauerritualen ermöglicht. Betroffenen Eltern mag hier Trost und ein Zeichen von Wertschätzung, ihnen und ihren verlorenen Kindern gegenüber, entgegengebracht werden.

Darüber hinaus gibt es einen Ort der Ruhe im Außenbereich mit einer Kugelplastik, die in einer Projekt-woche zum Thema Trauer mit einer Künstlerin gefertigt wurde. Ebenfalls gibt es dort befinden auch Seelenvögel und ein Ginkobaum mit Schildern unserer verstorben Schüler/Innen und Kollegen. Das Ereignis eines Todes stellt immer wieder eine neue Herausforderung an Erwachsene aller in unse-rer Schule tätigen Berufsbereiche dar.

Einige Mitarbeiter/Innen aus dem Kollegium haben sich wiederholt dieser Thematik in Form von Ar-beitsgruppen gestellt. Sie haben sich befasst mit:

  • den anthropologischen Aspekten von Lebensbedrohung und Tod
Frage: Was bedeuten mir Leben und Tod?
  • den eigenen Handlungsmöglichkeiten in der Begleitung
Frage: Wie können wir beistehen?
  • der Aufarbeitung des Themas: „Tod in der Klasse“
Frage: Wie können wir darüber sprechen? und
  • der Bedeutung von Ritualen
Frage: Wie können wir Unfassbares begreifbar machen?

Aus dieser Zusammenarbeit ist eine themenspezifische Textsammlung entstanden, die anderen Kolle-gen Hilfestellung sein kann. Ebenso bietet eine Zusammenstellung von Gestaltungsmaterial Vorschläge an. Darüber hinaus haben sich alle Mitarbeiter/Innen dieser Arbeitsgruppen als Ansprechpartner für beratende Einzelgespräche zur Verfügung gestellt. Außerdem gibt es immer wieder Fortbildungseinheiten, auch im Frühjahr dieses Schuljahres.

nachOben

Edit - History - Print - Recent Changes - Search
Page last modified on November 27, 2015, at 09:04 PM