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StufenübergreifendeUnterrichtskonzepte

!!Stufenübergreifende Unterrichtskonzepte

Pädagogische Geschlossenheit

Um den Bedürfnissen der stark veränderten Schülerschaft unserer Schule besser begegnen zu können, hat sich das Kollegium ab August 2013 noch mal sehr intensiv auf den Weg gemacht an einem einheitlichen und verbindlichen Regelwerk für die Viktor Frankl Schule zu arbeiten. Allen Beteiligten ist dabei immer bewusst, dass es nach wie vor individuelle Regelungen geben muss, die dann entsprechend zu kommunizieren sind. Das Kollegium hat sich im Sinne einer besseren Orientierung für alle pädagogischen Mitarbeiter/innen, Eltern und Schüler/innen auf folgendes geeinigt:

Allgemeine Schulregeln: Unser Leitsatz: „Unsere Schule ist ein Ort an dem wir gemeinsam leben und lernen. Hier hat jeder das Recht rücksichtsvoll und mit Respekt behandelt zu werden.“ Bedeutet:

  • Den Anweisungen der Mitarbeiter ist Folge zu leisten!
  • Wir dulden keine Gewalt!
  • Jeder Schüler hat das Recht zu lernen und jeder Lehrer hat das Recht zu unterrichten!

„Support“ als ein System der Deeskalation

Zeigt eine Schülerin oder ein Schüler massives Fehlverhalten in seiner Klasse und alle klasseninternen pädagogischen Interventionen greifen nicht, muss die Schülerin / der Schüler für den Rest der Unterrichtsstunde seine Stammklasse verlassen. Dies soll der Stammklasse ein weiteres ungestörtes Lernen ermöglichen und der Schülerin / dem Schüler einen neutralen Rahmen bieten, um „herunter zu kommen“. Hat sich die Schülerin / der Schüler am Ende der Stunde beruhigt und ist bereit sich zu entschuldigen, kann der restliche Schultag in der Stammklasse beendet werden. Zeigt die Schülerin / der Schüler auch außerhalb der Stammklasse weiterhin bzw. zurück in der Stammklasse erneut sein problematisches Verhalten, tritt das „Klassenkarussell“ in Kraft und die Schülerin / der Schüler darf für den Rest des Tages nicht zurück in die Stammklasse. Im Klassenkarussell wechselt die Schülerin / der Schüler nach jeder Unterrichtsstunde in eine andere Klasse seiner Stufe bis die Eltern sie / ihn abholen oder der Schultag beendet ist. Eine Rückkehr in die Stammklasse erfolgt erst nach einem „Rückkehrgespräch“, das gemeinsam mit den Eltern, der Schülerin / dem Schüler, dem Klassenteam und Schulleitung geführt wird. Handyverbot Die Benutzung eines Handys, MP3 Players etc. ist während der Schulzeit nicht erlaubt! Die elektronischen Geräte müssen ausgeschaltet und nicht sichtbar sein.

Streitschlichtung

Um das bestehende Konfliktpotenzial in der Schule aufzugreifen, wurden in den letzten Schuljahren im Rahmen einer AG Schülerinnen und Schüler von einem als Mediator ausgebildeten Lehrer zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern ausgebildet. Seit Januar 2010 haben zehn Streitschlichterinnen und Streitschlichter unterstützt von dem betreuenden Lehrer ihre Arbeit aufgenommen und bieten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Streitschlichtungsgespräche an. Inzwischen hat eine unserer Schulsozialarbeiterinnen diese Aufgabe übernommen. Zweimal in der Woche, nämlich montags und donnerstags, sind die SuS jeweils in der großen Pause für Schülerinnen und Schüler ansprechbar, falls sie einen Streit haben, bei dem sie gerne Unterstützung hätten. Dabei tragen sie als Erkennungsmerkmal ihre gelben Streitschlichter-Tshirts. In diesem Rahmen können ausführlichere Streitschlichtungsgespräche vereinbart werden. Diese ausführlicheren Streitschlichtungsgespräche finden dann zu vereinbarten Zeiten einmal die Woche statt. Zu diesen Gesprächen setzen die Streitschlichterinnen und Streitschlichter die Streitschlichtungsbrücke ein.

 	 	  	        Vertrag 

 	 	Lösungen  	            Lösungen  	 
	         finden 	             finden 

 	Sachverhalte klären 	 	 Sachverhalte klären 

    Regeln 	 	 	 	 	 	     Regeln 

Mit Hilfe dieser Brücke haben die Konfliktbeteiligten die Möglichkeit, sich schrittweise aufeinander zu zu bewegen, bis sie eine geeignete Lösung für ihren Streit gefunden haben. Diese Lösung wird in einem Vertrag festgehalten, der sowohl von den Streitenden als auch von den Streitschlichterinnen und Streitschlichtern unterschrieben wird. Um zu überprüfen, ob der Vertrag zum Beenden des Streits geführt hat, wird eine Woche später ein weiterer Termin vereinbart. Falls nötig wird der Vertrag so lange verändert, bis er passt. Momentan werden die Streitschlichterinnen und Streitschlichter bei diesen Gesprächen noch von dem betreuenden Lehrer begleitet, um ihnen die notwendige Sicherheit zu vermitteln. Haben sie die notwendige Sicherheit erlangt, wird diese Begleitung Schritt für Schritt aufgehoben, so dass die Schülerinnen und Schüler ihre Konflikte im Rahmen von Streitschlichtungsgesprächen selbstständig und ohne Beteiligung von Erwachsenen lösen können.

Mädchenförderung und Jungenarbeit

Die Frage nach der gesamtgesellschaftlichen Relevanz des sog. ´Gender Mainstreams´ gewinnt im öffentlichen Diskurs immer mehr an Bedeutung. Doch nicht nur da. Auch in unserem Schulleben spielt die ´Mädchen- und Jungenförderung´ eine immer größere Rolle. Und so werden Fragen zum sozialen Rollen- bzw. Geschlechterverständnis kontinuierlich und eigens sowohl in unserer sog. ´Mädchen-´ als auch in unserer sog. ´Jungengruppe´ thematisiert.

Mädchenförderung und Mädchenstärkung

Für die Mädchen ab Klasse 7 findet einmal wöchentlich ein Pausenangebot statt, mit der Möglichkeit eines gemeinsamen Austausches der Mädchen untereinander zu den verschiedensten Themen. Außerdem stehen diverse Aktionen (malen, Tea-time, Musik hören, kickern etc.) für die Schülerinnen auf dem Programm. Die Inhalte/Zielsetzungen, die durch verschiedene Methoden angeregt und erreicht werden, sind im Einzelnen:

  • Förderung persönlicher Ich-Stärke
  • (Selbstbild, Eigen- und Fremdwahrnehmung, Körperbild – Ich als Frau, Mädchenräume – Mädchenträume)
  • Förderung sozialer Kompetenzen in der Gruppe (Kooperation, Vertrauen; Erlebnispädagogik)
  • „Als Frau im Berufsleben" (Selbstbehauptung, Bewerbungstraining: Rhetorik - Bewerbungsgespräch, Selbstreflexion).

Auch im Sportbereich geht unsere Schule im Rahmen der aktiven Pausengestaltung durch Aktionen wie „Ballsportarten“ und „Tanzen“ auf die besonderen Bedürfnisse der Mädchen ein.

Jungenarbeit in der Viktor Frankl Schule Im Rahmen unserer Jungenarbeit haben wir an der Schule ein zweistündiges ´AG-Angebot´ für die Jungen der Sek I-Stufe aufbauen können, das jeden Donnerstagnachmittag durch einen Sonderschullehrer begleitet wird. Ein von unseren Schülerinnen und Schülern selbst gestalteter Raum – der sog. ´Freizeitraum´ – steht dabei der ´Jungen-AG´ für ihre vielfältigen Aktivitäten zur Verfügung. Die Möglichkeiten, sich darüber hinaus dort zu treffen und zu spielen, etwa zu ´kickern´, oder sich einfach nur auszutauschen, werden gerne genutzt. Da die ´Jungen-AG´ sich derzeit bei uns meist altersgemischt zusammensetzt, ist die Bandbreite möglicher inhaltlicher Angebote entsprechend groß. Eine wichtige Vorraussetzung zur Teilnahme an dieser AG ist das Prinzip der Freiwilligkeit. Denn dadurch erhöht sich die Bereitschaft der teilnehmenden Jungen ungemein, sich auf die Vielfalt denkbarer, gender-relevanter Themen bewusst und unvoreingenommen einzulassen. Folgende Inhalte, die sich am Ziel der Sensibilisierung für das, was heute ´Junge- bzw. Mann-Sein´ alles heißen kann, orientieren, können dabei im Mittelpunkt der jeweiligen Doppelstunde stehen: Musik, ´Jungen-Radio´, Gefühle, Möglichkeiten des eigenen Ausdrucksverhaltens,

  • Kooperationsförderung, soziale Verantwortung für sich selbst und andere,
  • Umgang mit möglichen Konflikten, Angst sowie verbaler und körperlicher Aggression,
  • Körperspaß und faire Wettbewerbsspiele jenseits von Fitness und Leistungssport,
  • Kochen,
  • einfache Entspannungstechniken,
  • erlebnispädagogische Angebote
  • Freundschaft und Partnerschaft, Unsicherheiten in der Peergroup sowie gegenüber Mädchen, etwa bei der Kontaktaufnahme, beim Flirten
  • Auseinandersetzung mit gesellschaftlich vorgegebenen und eigenen Männer- und

Frauenbildern sowie möglichen Berufs- und Zukunftsvorstellungen

Zudem ist die Arbeit mit den Jungen immer prozessorientiert und relativ offen angelegt, um so möglichst flexibel und zeitnah auch auf aktuell eingebrachte Themenwünsche eingehen zu können. Eine so gestaltete geschlechtersensible Pädagogik eröffnet unseren Jungen kleine, aber wichtige Räume für die Erfahrung eigener Begrenzungen und Möglichkeiten. Flankierende Angebote zur aktiven Pausengestaltung, wie etwa das bestehende Angebot für unsere Jungen, in der Turnhalle Fußball zu spielen, werden ebenfalls gut angenommen.

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