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FörderkonzepteZurFörderungVonSuSMitBesonderenBedarfen

!!Förderkonzepte zur Förderung von SuS mit besonderen Bedarfen

Schwerstbehindertenförderung

Konzept für unsere mehrfachbehinderten Schüler und Schülerinnen:

Ein durchgängiges Anliegen unserer Schule ist es, für alle Schülerinnen und Schüler ein geeigneter Förderort zu sein. Das gilt auch für die schwerstbehinderten Schüler und Schülerinnen; hier gilt es, sie einerseits zu integrieren und andererseits ihren besonderen Förderbedürfnissen gerecht zu werden.

Die Ziele im Bereich der Schwerstbehindertenförderung orientieren sich an den Richtlinien zur Förderung Schwerstbehinderter und der Förderschule für geistige Entwicklung, die der Leitidee größtmöglicher „Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ verpflichtet sind. Im Mittelpunkt aller pädagogischen Bemühungen steht hier in besonderem Maße das einzelne Kind; die Bestimmung der Ziele und Fördermaßnahmen muss sich eng an der individuellen Ausgangslage, dem Entwicklungsniveau, der Lebenssituation, den jeweiligen Interessen und Bedürfnissen orientieren. Hiervon ausgehend wird angestrebt, ein jeweils individuell angepasstes Gesamtkonzept zu erstellen, bei dem alle an der Förderung beteiligten Personen interdisziplinär eng zusammen arbeiten. Bei der Umsetzung möglicher Unterrichtsorganisationen sind jedoch auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schülerschaft im Primar-, Sekundar- und Praxisstufenbereich zu beachten.

Um ein hohes Maß an Integration mit den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler in Einklang zu bringen, wurde an unserer Schule folgende Organisationsform zur Förderung der schwerstbehinderten Schülerinnen und Schüler gewählt:

  • Die schwerstbehinderten Schülerinnen und Schüler sind, wie alle anderen Schüler auch, einer heterogen Klasse in den verschiedenen Schulstufen zugeordnet. Ausgenommen sind hiervon nur die Klassen im Sekundarbereich, die abschlussorientiert im Sinne eines Hauptschul- oder Lernbehinderten-Abschlusses arbeiten, da hier die Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe und die der schwerstbehinderten Schülerinnen und Schüler kaum in Einklang zu bringen sind.
  • Zu festgelegten Zeiten am Vormittag verlassen diese Schüler mehrmals pro Woche den Klassenverband und werden in einer klassenübergreifenden Kleingruppe oder einzeln individuell gefördert. In diesen Stunden erhält jeder Schüler und jede Schülerin gezielte pädagogische und therapeutische Angebote.

Um dieses Konzept umsetzen zu können, wurde ein spezielles Förderteam gebildet, dem in diesem Schuljahr zwei Förderschullehrerinnen und eine Krankenschwester angehören. Da eine möglichst ganzheitliche Förderung angestrebt wird, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Förderteam, Klassenteams, Therapeuten und UK-Team unabdingbar.

In regelmäßig stattfindenden Teamgesprächen sollten die individuellen Förderschwerpunkte und – maßnahmen für jeden Schüler ermittelt oder gegenseitig dargestellt werden. Da ein Teil der notwendigen Therapien wie Physio- und Ergotherapie ebenfalls in der oben beschriebenen Förderzeit stattfindet, ist ein regelmäßiger Kontakt zu den Therapeuten gewährleistet, so dass bei Bedarf wichtige Informationen sofort ausgetauscht werden können. Auch eine zeitgleiche gemeinsame Förderung ist auf diese Weise jederzeit möglich.

Der „Snoezelen“- oder Entspannungsraum

Die Idee des „Snoezelens“ wurde Ende der 70er Jahre in den Niederlanden entwickelt, um Menschen mit schweren Behinderungen Erlebnis- und Entspannungsmöglichkeiten zu bieten. In speziell hierfür eingerichteten Räumen wird eine Vielfalt sensorischer Reize geboten, die sowohl anregen als auch entspannen. Die Benutzer gehen in einer stimmungsvollen Atmosphäre auf eine Erlebnisreise, welche die sinnliche Wahrnehmung mit Hilfe von Licht, Klängen, Gerüchen und vielfältigen Tastmaterialien anregt.

Der „Aktivitätsraum“

In diesem Raum stehen eine Vielzahl von Angeboten zur Förderung der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche und diverses Spiel- und Arbeitsmaterial zur Verfügung. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler gezielte pädagogische Lernangebote in einer Kleingruppe oder in Einzelförderung. Es besteht die Möglichkeit, nach verschiedenen Konzepten der Schwerstbehindertenförderung zu arbeiten, unter anderem auf der Grundlage der „Basalen Stimulation“ nach Andreas Fröhlich oder des Ansatzes des „Aktiven Lernens“ nach Lilli Nielsen; aber auch Gemeinschaftsaktionen wie Morgen- und Singkreis, Malen, Basteln und Spielen oder themenorientierte Projekte können durchgeführt werden.

Weitere gezielte Förderung erhalten viele schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler in speziell auf ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten abgestimmten Sportgruppen, die zwei Mal wöchentlich stattfinden.

Schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler, die einen besonderen Förderschwerpunkt im Bereich „Sprache“ aufweisen, werden auch durch das Team „Unterstützte Kommunikation“ (UK) betreut. Hier erhält jedes UK-Kind mindestens einmal wöchentlich eine Einzelförderstunde. Ziel ist die Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten, wobei alle, auch die nichtsprachlichen, Ausdrucksmöglichkeiten berücksichtigt werden. Da es sehr wichtig ist, diese kommunikativen Fähigkeiten nicht nur in der Einzelsituation sondern auch in vielen alltäglichen Unterrichtssituationen zu trainieren, sind regelmäßige Absprachen zwischen allen an der Förderung Beteiligten notwendig.

Die Ziele im Bereich der Schwerstbehindertenförderung orientieren sich an den Richtlinien zur Förderung Schwerstbehinderter und der Förderschule für geistige Entwicklung, die der Leitidee größtmöglicher „Selbstverwirklichung in sozialer Integration“ verpflichtet sind.

Im Mittelpunkt aller pädagogischen Bemühungen steht hier in besonderem Maße das einzelne Kind; die Bestimmung der Ziele und Fördermaßnahmen muss sich eng an der individuellen Ausgangslage, dem Entwicklungsniveau, der Lebenssituation, den jeweiligen Interessen und Bedürfnissen orientieren. Hiervon ausgehend wird angestrebt, ein jeweils individuell angepasstes Gesamtkonzept zu erstellen, bei dem alle an der Förderung beteiligten Personen interdisziplinär eng zusammen arbeiten. Das Konzept der Schwerstbehindertenförderung, wie hier beschrieben, ist an unserer Schule in den letzten drei Jahren in regem kollegialem Austausch und einem kontinuierlichen Prozess entwickelt worden, der noch weiterhin andauert.

Unsere Konzepte werden Ende jedes Schuljahres intern evaluiert und den Bedürfnissen der Schülern und Schülerinnen neu angepasst.

Daneben gibt es noch zwei andere Gruppen, die wir in unserer Schwerstbehindertenförderung besonders im Blick haben. Das ist die Gruppe der Autisten und die Gruppe der hyperaktiven ADS-/ und ADHS-Schüler.

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